Über mich


 

Name: Birgit Otten

(2013 - 2014 auch „Katjana May“)

Geburtsdatum: 09. April 1964

Wohnort: Ruhrgebiet

Schreibt: Überwiegend Fantasy in verschiedenen Untergenres, bei der es abenteuerlich, romantisch, märchenhaft und unheimlich zugehen kann. Ist aber auch für andere Genres offen.

Und sonst: Hauptberuflich im öffentlichen Dienst, zwei Söhne.

Bild (c) Birgit Otten, Mai 2013

Über das Schreiben


Ähnlich wie die Schauspielerei bietet das Schreiben die Möglichkeit, viele verschiedene Leben auf einmal zu führen - neben unserem Ich in der realen Welt können wir alles und jeder sein. Wir können ausprobieren, wie es sich anfühlt, in vollkommen anderen Verhältnissen klarkommen zu müssen, ein anderes Alter oder Geschlecht zu haben, einen anderen Charakter, ein anderes Aussehen. Und wir können so Erfahrungen machen, die bereichernd sein können - oder einfach nur unterhalten. Die berühren und die Verständnis wecken für das Verhalten anderer Menschen, die uns andere Perspektiven zeigen.

 

All das bietet das Lesen auch, doch beim Schreiben kommt hinzu, dass wir die Handlung selbst bestimmen - das kann der Schauspieler in seiner Rolle nicht, er kann diese nur interpretieren. Autorinnen und Autoren dagegen können ganz beliebige Welten erschaffen, über Schicksale bestimmen, Figuren leben und leiden lassen. Und sie laden andere ein, diese Welten mit ihnen zu teilen - es ist ein faszinierender Aspekt, wenn etwas aus dem eigenen Kopf in einem anderen Menschen zum Leben erwacht. Es ist ein Mit-Teilen in bildlicher Form, wie es auch über andere Kunstformen möglich ist. Und da es Geschichtenerzähler gab, sobald der Mensch die Kultur entdeckte, scheint es ein altes Bedürfnis zu sein, Geschichten zu hören und weiterzugeben, über alle Zeiten und Schichten hinweg.

 

Am liebsten ist mir die Ich-Perspektive, sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Sie kommt dem echten" Erleben am nächsten, und ich bin direkt in der Handlung und im Kopf der erzählenden Figur. Ich kann unmittelbar fühlen, wie sie empfindet, und dies nach außen hin weitergeben. Das finde ich einfacher und auch authentischer, als von außen auf einen Charakter zu schauen und zu erklären, was er jetzt gerade denkt. Was ich dagegen gar nicht mag, ist ein Erzähler, der in alle Köpfe blickt und dauernd Perspektiven wechselt. Da werde ich mit niemandem richtig warm", und die Handlung vermag mich nicht einzufangen.

 

Vorbilder beim Schreiben habe ich nicht, ebenso wenig das" Lieblingsbuch. Ich finde vieles Geschriebene schön, habe sicher auch Favoriten, aber ich möchte mich nicht im Vergleich mit irgendjemandem sehen oder so schreiben können wie xy". Viel lieber möchte ich für mich selbst stehen dürfen, zumal ich auch gerne ausprobiere, Geschichten auf unterschiedlichste Art zu erzählen, je nach Thema, Zielgruppe und eigener Idee. Auch das macht den Reiz des Ganzen aus: Herauszufinden, was möglich ist.

 

Es ist ein großes Spiel mit Worten und Welten.